HVMV-Pokalendrunde weibliche Jugend D
Starker Auftritt bei der Pokalendrunde – D-Mädels verpassen Podest denkbar knapp

Mit viel Vorfreude und einer gehörigen Portion Spannung machten sich die D-Mädels der SV Eintracht Rostock auf den Weg zur Pokalendrunde des HVMV nach Stralsund. Für viele Spielerinnen war es das erste große Turnier auf Verbandsebene. Entsprechend groß war die Aufregung, aber auch die Motivation, sich mit den besten Teams Mecklenburg-Vorpommerns zu messen. Am Ende stand ein hervorragender vierter Platz, der Lust auf mehr macht.

Gleich im ersten Spiel wartete mit dem späteren Pokalsieger aus Schwerin die wohl schwerste Aufgabe des Tages. Die Eintracht-Mädels starteten mutig und hielten über weite Strecken der Partie gut dagegen. Besonders in den ersten zehn Minuten zeigte die Mannschaft, dass sie durchaus mithalten kann. Erst einige technische Fehler und die hohe Geschwindigkeit der Schwerinerinnen sorgten dafür, dass sich der Favorit absetzen konnte. Trotz der Niederlage war es ein gelungener Turnierauftakt, auf dem sich aufbauen ließ.

Im zweiten Gruppenspiel gegen den TSV 1952 Bützow wollten die Rostockerinnen zeigen, dass deutlich mehr in ihnen steckt. Doch zunächst schien sich die Nervosität bemerkbar zu machen. Schnell lag die Eintracht mit 2:5 zurück. Wer nun glaubte, das Team würde sich aufgeben, wurde eines Besseren belehrt. Mit großem Kampfgeist, deutlich verbessertem Abwehrverhalten und viel Tempo nach vorne kämpften sich die Mädchen zurück. Der Ausgleich gelang kurz vor Schluss, ehe die Partie komplett gedreht wurde. Der verdiente 11:9-Erfolg war ein erster Höhepunkt des Turniers und ein echtes Zeichen für die Moral der Mannschaft.

Mit diesem Rückenwind ging es anschließend gegen den Stralsunder HV II. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, allerdings machte die Eintracht es den Gastgeberinnen in der Abwehr zunächst etwas zu einfach. Bis weit in die zweite Hälfte hinein konnte sich keine Mannschaft entscheidend absetzen. Als es darauf ankam, bewiesen die Rostockerinnen jedoch Nervenstärke. Mit einer konzentrierten Schlussphase wurde auch dieses Spiel gewonnen. Der 13:10-Erfolg bedeutete Platz zwei in der Vorrundengruppe und den Einzug ins Halbfinale.

Dort wartete erneut eine schwere Aufgabe. Gegen den Stralsunder HV, der nahezu ausschließlich mit Spielerinnen des älteren Jahrgangs antrat, waren die körperlichen Unterschiede deutlich sichtbar. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und setzten sich früh ab. Die Eintracht-Mädels kämpften zwar bis zum Schluss, fanden diesmal aber kein Mittel gegen die starke Defensive und das schnelle Umschaltspiel des Gegners. Die Niederlage war verdient, änderte aber nichts daran, dass bereits jetzt ein erfolgreicher Turniertag gespielt worden war.

Im Spiel um Platz drei mobilisierte die Mannschaft noch einmal alle Kräfte. Gegen den Stavenhagener SV entwickelte sich ein spannendes Duell mit wechselnden Führungen. Trotz körperlicher Vorteile auf Seiten der Gegnerinnen hielt die Eintracht lange hervorragend dagegen. Als Stavenhagen Mitte der Partie auf drei Tore davonzog, schien die Entscheidung gefallen. Doch erneut zeigte die Mannschaft ihren beeindruckenden Kampfgeist. Mit drei Treffern in Folge gelang der Ausgleich, und plötzlich war sogar der dritte Platz greifbar nahe. Umso bitterer, dass das entscheidende Gegentor praktisch mit der Schlusssirene fiel. Die Enttäuschung war verständlich, doch sie hielt nicht lange an. Zu stark war der gesamte Auftritt der Mannschaft an diesem Tag.

Am Ende steht ein vierter Platz bei der Pokalendrunde des HVMV. Noch wichtiger als die Platzierung war jedoch die Art und Weise, wie sich die Mannschaft präsentiert hat. Alle Spielerinnen erhielten ihre Einsatzzeiten, jede brachte sich ein und auch bei Wechseln gab es keinen Bruch im Spiel. Besonders beeindruckend war der Kampfgeist: Gleich zweimal gelang es, Rückstände aufzuholen und Spiele noch auf die eigene Seite zu ziehen. Genau dieser Zusammenhalt und diese Mentalität machen Lust auf die kommende Saison.

Fazit:
Ein starker Auftritt eines neu formierten Teams, das sich vor den besten Mannschaften des Landes keineswegs verstecken musste. Platz vier ist ein tolles Ergebnis – und vielleicht erst der Anfang einer spannenden Entwicklung. 💙🤾‍♀️

Die Resultate im Einzelnen:

Vorrunde:
SV Grün Weiß Schwerin II – SV Eintracht Rostock  16:9
SV Eintracht Rostock - TSV 1952 Bützow 11:9
Stralsunder HV II – SV Eintracht Rostock  10:13

Halbfinale:
Stralsunder HV – SV Eintracht Rostock  13:4

Spiel um Platz 3:

SV Eintracht Rostock - Stavenhagener SV von 1863 9:10

Es spielten für die Eintracht: Maja Müller, Julia Anh Phuong Pham (6 Tore), Edda Marie Streblow (2), Emilia Katzberg, Julia Maria Korpal (6), Anna Anh Hoang Pham (3), Elena Virtel (10), Anna Xanthippe Nitz (2), Anouk Virtel (11/3), Lore Franke (5), Clara-Celine Mahnke (1), Lea Stoll, Jamie Lee‘ Voß